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Bangkok - politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Thailands

"Weltstadt des Lärms" mit immensen Verkehrsproblemen

Bezaubernde Exotik hinter moderner Fassade


Bangkok ist mit 163 Buchstaben der längste Ortsname der Welt. Eine eungefähre deutsche Übersetzung des thailändischen Namnes bedeutet:
Stadt der Engel, große Stadt und Wohnsitz des Smaragdbuddhas, uneinnehmbare Stadt des Gottes Indra, große Hauptstadt der Welt, geschmückt mit neun wertvollen Edelsteinen, reich an gewaltigen königlichen Palästen, die dem himmlischen Heim des wiedergeborenen Gottes gleichen, Stadt, die von Indra geschenkt udn von Vishnukarm gebaut wurde

Während Bangkok zur internationalen gebräuchlichen Bezeichnung wurd, verwenden die Thais gewöhnlich den schöneren Namen Krung Thep ("Stadt der Engel"). Bei Bangkok scheiden sich allerdings die Geister. Während manche von Bangkok als eine der faszinierenden Städten Südostasiens schwärmen, kehren andere Thailands Metropole unmittelbar nach der Ankunft auf dem Flughafen den Rücken.

Tatsache ist, dass kaum eine andere Hauptstadt der Welt ihr Gesicht in den letzten Jahren derart rasch und radikal verändert hat wie Thailands Metropole. Die romantischen Wasserstraßen (Klongs gibt es schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr.
Das östliche Ufer des Chao Praya wurde durch den Kanal Klong Lot zu einer künstlichen Insel in einer Biegung des Chao Praya, in deren Zentrum der neue Königspalast und der königliche Tempel, der Wat Phra Kaeo mit dem Smaragd-Buddha (Phra Kaeo), dem Nationalheiligtum Thailands, errichtet wurden.
In jener Zeit war die ganze Stadt von einem dichten Netz von Kanälen durchzogen. Der Verkehr spielte sich zum Großteil auf diesen Klongs ab. Selbst die Märkte („Schwimmende Märkte“) fanden auf dem Wasser statt. Straßen gab es kaum. Damals wurde Bangkok auch manchmal als das Venedig des Ostens bezeichnet. Die meisten Klongs wurden ab der Mitte des 19. Jahrhunderts nacheinander zugeschüttet um Raum für den stetig zunehmenden Straßenverkehr und die wachsende Stadt zu schaffen.

Der Besucher trifft in Bangkok zum einen eine Stadt an, die sich gänzlich einem westlichen Konsumanspruch verschrieben hat, aber auch eine Metropole, die sich für die Erhaltung traditioneller Werte verpflichtet hat. Mönchnovizen in ihren safranfarbenen Gewändern prägen auf ihrem allmorgendlichen Almosengang ebenso das Stadtbild wie die in eleganten Nadelstreifen gekleideten Geschäftsleuten. Aber geradediese Mischung aus Überlifertem und Modernen üben eine charmante Anziehungskrfat für den Gast aus. So bleibt der Bewsucher verwundert stehen und betrachtet die unter der Last der von ihnen gezogenen Karren schwitzendenden Tagelöhner, die von schilelrnden Nobelkarossen überholt werden.

Nach und nach weichen die pitoresken Altstadtviertel mit ihren verschachtelten Gassen modernen Hochhäusern, Bürogebäuden, Shoppingcentern und auch einer achtspurigen Autobahn. Mit diesem gewaltigen Wachstumsschub ging aber auch ein Teil des besonderen Flairs dieser Stadt verloren. Hinzu kommt, dass die "Weltstadt des Lärms" mit einem ohren- und nasenbetäubenden Verkehrschaos zu kämpfen hat.

Sicherlich kann man Bangkok, einst "Stadt der Engel" als Paradebeispiel ungezügelten Wirtschjaftswachstums anprangern, doch verbirgt sich hinter dieser modernen Fassade auch ein besonderer Charme.

Bangkok ist eine Weltstadt ohne Zentrum. Der Puls der Metropole schlägt beispielsweise in dem wuseligen Chinatown oder in Bangkoks Wallstreet. Langweilig wird es dem Gast in Thailands Metropole nie. In Bangkok befidnen sich viele besodnere Sehenswürdigkeiten, die für den Besucher ein Muss sind.

In Thailands Metropole gibt es allein über 400 buddhistische Tempelanlagen, die sog. Wats. Der Königspalast ist eine besondere Attraktion für Einheimische und Touristen. Dieses bedeutendste Wahrzeichen Bangkoks am Ufer des Menam Chao Phraya besteht aus über 100 Gebäuden in verschiedenen architektonischen Stilen. Das gesamte Gelände mit einer Fläche von mehr als 200.000 Quadratmetern wird von einer 1,9 Kilometer langen zinnenbewehrten Mauer umfasst.
Ein besonderes Kleinod dieses Ensembles ist der Wat Phra Kaeo (Tempel des Smaragd-Buddha), ein Glanzstück thailändischer Kunst. Zu seinen Kostbarkeiten gehört der Smaragd-Buddha, die am meisten verehrte Buddhastatue Thailands.
Die Phra Thinang Amarin Winichai Thronhalle, die Phra Thinang Dusit Maha Prasat Thronhalle und der große Chakri-Palast sind weitere Attraktionen des Grand Palace. Weiter dazu zählen der „Royal Thai Decorations and Coin Pavillon“ mit einer ständigen Ausstellung königlicher Insignien, Preziosen, Medaillen und Münzen sowie anderer Zahlungsmittel, die Anfang des 11. Jahrhunderts in Umlauf waren.

Vor dem Grand Palace befindet sich der Sanam Luang (auch Phramen-Ground, also das „Phra Meru“-Feld genannt), ein weitläufiger, von Tamarindbäumen umsäumter Paradeplatz, der seit der Gründung Bangkoks für die Kremation von Mitgliedern der königlichen Familie, aber auch für andere öffentliche Zeremonien benutzt wird, wie etwa die königliche Pflugzeremonie im Monat Mai. Um den Platz herum gruppieren sich mehrere Prachtbauten: das Fine Arts Department (Akademie der Schönen Künste) mit der Silpakorn-Kunsthochschule, die Thammasat Universität und das Nationalmuseum, das Nationaltheater, das Justizministerium sowie der Lak Muang, das geographische Zentrum der historischen Stadt.

Das Nationalmuseum, das größte in Südostasien, beherbergt eine beachtliche Sammlung von Artefakten und Kunstgegenständen von der thailändischen Bronzezeit bis zur Bangkok-Zeit. Der ganze Komplex besteht aus historischen Gebäuden im thailändischen Stil, befand sich hier doch bis zur Zeit von König Chulalongkorn der Wang Na, der Palast des Uparaja, des Zweiten Königs von Thailand.

Die Bootshäuser am Klong Bangkok Noi, einer Dependance des Nationalmuseums direkt hinter der Pin-Klao-Brücke, beherbergen die Royal Barge (Königsbarken). Diese kunstvoll geschnitzten und verzierten Barken werden nur bei allerhöchsten Feierlichkeiten des Königshauses benutzt.

Die Nationalgalerie (National Gallery Museum) liegt gegenüber dem Nationalmuseum an der Chao Fa Road. Dort sind alte und zeitgenössische Gemälde bedeutender thailändischer Künstler ausgestellt.

„Jim Thompsons Thai-Haus“ am Klong in der Soi Kasemsan 2, einer Quergasse der Rama I Road, ist ein Ensemble aus mehreren, einander zugeordneten Holzhäusern im altthailändischen Stil. Dieses wurde von Jim Thompson (1906-1967), jenem legendenumwobenen Mann geschaffen, der nach Ende des 2. Weltkrieges die thailändische Seidenindustrie wiederbelebt und weltbekannt gemacht hat, und der dann unter mysteriösen Umständen spurlos verschwunden ist. Heute ist der Komplex ein Museum, in dem Thompsons exquisite Sammlung asiatischer Kunst zu sehen ist.

Im Bangkok Doll Museum (Puppenmuseum) in der Soi Ratchataphan hinter der Ratchaprarop-Road werden Puppen aus einheimischer Fabrikation ausgestellt. Im Ban Kamthieng, einem 200 Jahre alten Thai-Haus im Lan Na-Thai-Stil im Garten der Siam Society in der Soi 21 (Asoke) der Sukhumvit-Road ist eine Sammlung von Arbeitsgeräten thailändischer Bauern und Fischer zu sehen. Die Queen's Gallery an der Ratchadamnoen Avenue nahe der Phan Fa Lilat-Brücke zeigt regelmäßig auf vier Etagen Ausstellungen bekannter und weniger bekannter zeitgenössischer thailändischer Künstler. Oft sind diese Ausstellungen von I. M. Königin Sirikit von Thailand gesponsort.

Große Einkaufszentren, die sich mit denen von Singapur oder Hongkong durchaus messen können, konzentrieren sich vor allem in der unteren Sukhumvit Road und Silom Road. In ihnen sind Geschäfte, Büros, Restaurants, Kinos und Kaufhäuser untergebracht. Die Einkaufspaläste, die zu den größten der Welt zählen, liegen an den Ausfallstraßen außerhalb des Zentrums, beispielsweise Seacon Square und Seri Center in der Srinakarin Road weit östlich der Innenstadt.

In der Millionenstadt Bangkok haben einige Märkte mit ländlichem Charakter überlebt, auf denen frisches Obst und Gemüse, Fisch und Fleisch angeboten wird. Die legendären schwimmenden Märkte gibt es allerdings nur noch außerhalb der Metropole. Auf den meisten Märkten Bangkoks werden vor allem Textilien und Drogerieartikel verkauft, aber auch Pflanzen und Souveniers.

In Bangkok günstig angeboten werden Silber- und Niellowaren, Puppen und Masken, Holzschnitzereien, Abreibungen von Tempelreliefs auf dünnem Reispapier, Bronze-Artikel, Baumwolltextilien, Sonnenschirme, Fächer und vieles mehr. Der Handel mit Antiquitäten ist in Thailand seit 1989 verboten. Deshalb lebt eine ganze Branche von der Produktion täuschend echter Antiquitäten.

Für den interessierten Kustliebhaber ist . Doch sollte er unbedingt sich auch über Klima und Alltagssituationen vor Antritt der Reise informieren. Bangkok befindet sich in der tropischen Klimazone. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 28,4°. Hauptregenzeit ist zwischen Mai und Oktober. Der meiste Niederschlag fällt im September. Die durchschnittlichen Tagestemperaturemn liegen zwischen 26° und 30°. Wärmster Monat ist der April mit maximal 35°. Die Trockenzeit geht von Dezember bis März. März und April sind die heißesten und anstrengensten Monate in Bangkok. Einige Regeln sollte sich der Besucher aneignen, damit der Traum Bangkok nicht zum Albtraum wird.
Jeder möchte von seinem Bangkokaufenthalt auch filmische Dokumente heimbringen. Doch sollte jeder, der Menschen fotografieren möchte, höflich fragen oder mit einem Lächeln auf seine Kamera zeigen, bevor er auf den Auslöser drückt. Spezielle Imfungen sind nicht vorgeschrieben, und die ärztliche Versorgung in Bangkok wird von in Europa oder Amerika ausgebildeten Medizinern gewährleistet. Um Schwierigkeiten zu vermeiden, sollte der Besucher keine Begehrlichkeiten wecken, auf keinen Fall mit Drogen handeln, Fahrzeuge an der Stra0e ohne Vertrag mieten, Schleppern folgen oder sich gar auf Streit einlassen. Preiswert sind in Bangkok alle Verkehrsverbindungen. Auch das Knattern auf drei Rädern (Tuks) gehört zu den besodneren Erlebnissen. Die Stromspannung beträgt 220 Volt. Ein Trinkgeld (Tip) ist zwar in den einfachen Lokalen oder an den zahllosen Essensständen nicht üblich, doch sollte der Gast bei außergewöhnlich aufmerksamem Service in den größeren Restaurants ein Trinkgeld geben. Thailand ist der MEZ im Winter um sechs Stunden, im Sommer um fünf Stunden voraus.







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